Donnerstag, 30. Juli 2009

Kehlmanns Kritik


Der Autor Kehlmann, der den wunderbaren Erzählband 'Ruhm' schrieb, hat eine Rede gehalten in Salzburg gegen das Spagetti-Spritz-Kreisch-Theater. Jeder kennt es, jeden langweilt es, aber wer es kritisiert, der wird niedergemacht.
Schon seit Jahren. Damals, als das anfing mit dem Schreien und den ununterbrochenen Zappeleien, blieb noch ein Lächeln, wenn wieder einmal ein Jungregisseur auf die 'Idee' kam, ein klassisches Drama mit Eigentexten anzureichern und auf Leinwänden Bilder von Panzern oder Explosionen laufen zu lassen, um zu verdeutlichen, dass der König in dem verstaubten Stück eigentlich ein Kriegstreiber ist und so redet wie George Bush.
Mittlerweile ist das alles nur noch ärgerlich.
Es handelt sich in diesem Streit nicht um einen Widerspruch, etwa zwischen modern oder antiquiert, links oder rechts (da irrt Kehlmann), zwischen provokant oder sonstwas, sondern um einen Befund: Das deutsche Theater, frei oder städtisch, ist flächendeckend beherrscht von den Clowns der Drittklassigkeit. Das so genannte Regietheater ist in Wirklichkeit einfach nur schlechtes Theater. Es verwechselt Technik mit Spiel, Lautstärke mit Spannung, es schreit und spritzt und schlägt um sich.
Herr Kehlmann hat Recht, ein Regisseur sollte den Autor verstehen wollen, den Text verstehen wollen, einer Geschichte zum Leben auf der Bühne verhelfen. Ja, auch dienen.
Die Kunst muss provozieren, höre ich. Allerdings. Kunst ist und bleibt subversiv, das ist ihr Wesen. Sie macht das Unausgesprochene hörbar, das Unsichtbare sichtbar.
Und schon haben wir das nächste Problem. Die 'Experimentierer' wollen nichts sichtbar machen, sie ignorieren Sprache, Sinn, Geschichte. Alles muss fragmentiert und zerfetzt werden. Was ist daran revolutionär? Gar nichts. Diese Kollegen sind so subversiv wie Angestellte einer Werbeagentur, die schnelle Schnitte und den Weichzeichner schon für 'innovativ' halten. Der einzige Unterschied: Im Gegensatz zu Werbeclips sind die Inszenierungen der Provokateure angestrengt, witzlos und dauern mindestens drei Stunden. Aber alle meinen das muss so sein. Im Theater muss das Publikum leiden. Das fördert den Verkauf: Nackt, besudelt, schreiend, schon ist die Inszenierung skandalisiert, also medienkompatibel. Der Regisseur verstört sein Publikum, so heißt es dann auf den Kulturseiten und in Fernsehmagazinen. Und schon wird seine Regie-‚Marke’ weiter gehandelt.
Unter dem Muff von tausend Jahren einen Nackten auf die Bühne zu bringen, das war in den 60ern schockierend. Heute: Gähnende Langeweile. In unserer Zeit von Satzstümpfen und zerplatzenden Bilderblasen, in einer Zeit eines riesigen, brüllenden Marktplatzes voller Nacktheit braucht das Theater eine andere Belebung, eine Revolution. Revolutionäre, die das Theater lieben und uns helfen die Marketing-Schnösel zum Teufel zu jagen. Damit das Theater wieder ein Ort geistvoller Verzauberung wird.
Das sieht nicht jeder so. Herr Kehlmann sei doch nur ein Autor gehobener Unterhalter und habe keine Ahnung vom Theater, schreibt der Stadtanzeiger.
"Daniel Kehlmanns Kritik am 'Regietheater' ist die des Kretins, der vor einem abstrakten Gemälde steht, 'kann ich auch' sagt und das für eine erfrischend mutige Meinung hält. Doch man möge es ihm verzeihen, denn niemand kann Fachmann für alles sein."
Ich denke: Die Kritik des Stadtanzeigers an Daniel Kehlmann ist die des Besserwissers, der vor einem Michelangelo steht, „zu traditionalistisch“ sagt und das für eine erfrischend mutige Meinung hält.

Dienstag, 28. Juli 2009

Tussi Armee

Das ZDF wird immer mehr zum Goldenen Blatt in Fernsehformat.
Im Mittagsmagazin Berichte über Königskinder als Bericht über einen Bericht über Königskinder im ZDF. Es gibt ja sonst nichts Wichtiges.
Und dann den ganzen Nachmittag Fotoromane mit Nahaufnahmen von stundenlang ins Leere glotzenden Weibern, die Blumenläden oder Hotels leiten müssen, um romantischen Quark abzusondern. Oder Kuhaugen machen, weil Männer sie enttäuscht haben. Dann aber konsequent am selben Fleck kleben, um Kuhaugen zu machen weil sie damit die Männer unter Druck setzen können, weil sie unbedingt nochmal enttäuscht werden wollen.

Kultur: Aida in Bregenz. Es gab Zeiten, da hat man sich über die Inszenierung oder die Sänger unterhalten. Lieschen Müller aber aus dem Publikum mit glänzendem Gesicht und Promi XY mit freigelegten Zähnen werden vor die Kamera gestellt und meinen meinen zu müssen: Die Bühne war gigantisch, die Kostüme waren toll.
In Theaterkreisen galt das einmal als vernichtendes Urteil. Jetzt geht es sowieso nur noch um eins: Die Ausstattung. Die Technik, gigantische Bauten, Theater online oder public viewing, oder Video, oder Special Effekts. Ach ja, die Wagner-Töchter-Festspiele sind auch eröffnet.
Um Ausstattung geht es auch bei den tausenden von Casting-Shows, wo Beine, Po und auch Face beurteilt werden. Wo Asi-Kids von der Barbie-und-Ken-Rolle in die Mama-und-Papa-Rolle gestoßen werden und vor RTL-Kameras Babys hin und her tragen, bis diese ihre erste Psychose bekommen. Wo dünne Tussis für die Model Karriere für zu dick gehalten werden, bis sie krank werden. Die Tussi meint sie würde ganz doll wollen. "Ich war ganz aufgeregt, wo ich hier her kam".
Ein Jüngelchen meint zur Tussi sie solle sich straight halten. Warum nicht gerade? Und Spannung halten. Warum nicht tension? Keine Ahnung. Dann stakst sie mit ihren dünnen Beinen, oder besser gesagt, sie hackt ihre Beinchen in den Boden, als würde sie eine Tussi-Armee anführen in den heiligen Krieg der Heidi-Klumpen gegen Vernunft und Zivilisation. Und die Agenten-Schnösel wollen in sie investieren dann kommt irgendwann, wenn alle nur noch Haut und Knochen sind, der Werbevertrag mit McDonalds. Damit man weiß warum man kotzen muss. Wir wissen es schon kurz nach dem einschalten.
Dummbeutelfernsehen. Da hilft auch keine Kochshow mehr. Die Prolls sitzen vor ihrem Pizza-Carton und lassen ihre Kids verhungern. Und die Überlebenden machen den Computer aus, greifen sich die Waffe aus der Schublade und ziehen ihre Wollmütze ins Gesicht.
Ja! Macht es unter euch aus.

Gute Nacht

Sonntag, 19. Juli 2009

Avignon


"Jungen zeitgenössischer Zugang", vermisst die Chefin unserer Theaterzeitung 'akt'. Hat sie mir das gesagt um zu erklären warum ich sie oder ihre Redakteure noch nie in meinem Theater gesehen habe? Nein, ich sehe sie auf 'arte' im sommerlichen Avignon sitzen, wo über Theater gesprochen wird, wo auf den Straßen von Clowns lustige Flugzettel verteilt werden und auf den großen Bühnen das große, verstörende Multi-Media-Spektakel stattfindet. Und an Bistro-Tischen wird geredet, es wird über alles geredet. Darüber, nicht vor 'großen Texten' in die Knie zu gehen, Türen aufzustoßen, zu experimentieren. Auch dieses Festival geht nicht ohne „Slowmotion-Rituale“ (Zadek), bedeutungsschwangeres Hundegebell, Fassadenkletterei, aus Fenstern stürzende, aufschlagende Fernsehgeräte, Schauspieler, die aufstehen, hinfallen, aufstehen, hinfallen - und natürlich Video-Projektionen auf allen Wänden und Leinwänden. Alles wie immer, alles in der Hand von ‚Experimentierern’, Koproduzenten und Schwätzern. Mit Ausnahmen. Toll gespielt aber zu sehr ‚Boulevard’ findet unsere Kritikerin mit einem mokanten Zug um den Mund. Dagegen: Das Publikum blieb aus aber die Kritik fand es toll, also diejenigen, die immer reden müssen, über Konzepte, die fanden es toll. Das ist der erwünschte, herbeigesehnte Zustand.
Ich habe Frau Marcus auf einer Versammlung erlebt, wo sie ihr 'Konzept' vorstellte für die Theaterzeitung in Köln. Konzept ist das Zauberwort. Alles Leben wird von Konzepten erstickt. Ich habe es geahnt, als sie von ihren ersten Erfahrungen mit dem Theater erzählte. Freie Theatergruppe, experimentell natürlich - und man hat zusammen gesessen und nächtelang geredet.

Dienstag, 14. Juli 2009

Rentner Ost


Noch ein Rentner im Morgenmagazin. Original Rentner 'DDR'. Für den 20-Jahre-Mauerfall-Kalender-der-Gefühle im Morgenmagazin. Da sitzt er nun, der Anglerwesten-Laubenpiper-Kleinbürger-Rentner stocksteif für die großen DDR-Gefühle im Fernsehen, neben ihm sein Sohngewordenes Sperma, auch stocksteif. Das schweigt. Und unser Rentner hat Sätze gelernt. Sätze von früher: Man hatte eine gesunde Einstellung, findet der Laubenpiper und nuschelt Berlinisch: Jeder hatte Arbeit, es gab keine Arbeitslosigkeit (Umkehrschluss ist was?) und wer mitheulte, hatte ein schönes Leben. Nein, er war unpolitisch. Ja.
Straßenumfrage: Wozu ist Europa gut? Eine dicke Frau: Europa? Wozu das gut ist? Lange Pause - Keine Ahnung.
Eine dicke Frau auf weißem Sofa sagt: Mir fehlt das wooken schoon (wahrscheinlich: walken). Isch muss die Bewegung haben. Meine Freundin und isch: wir werden uns gegenseitisch ankurbeln.
Gute Nacht

Montag, 13. Juli 2009

Tütensuppe SPD


Die Kamera wird mal wieder draufgehalten. Anlass: Die SPD auf der Suche nach Wählern. Interessantes Thema, zerrissene Splitterpartei. Wo ist das Wahlvolk? Ein paar Sozialdemokraten suchen nach jungen, manch andere nach alten Wählern. Rente in der Krise. Rentner in der Krise. Rente schützen, Rente nicht schützen, an die Jungen denken, an die Alten denken. Mal so, mal so. Einen Plan hat keiner. Steinbrück: Junge zahlen die Zeche. Scholz: Alte zahlen schon länger die Zeche, Steinmeier weiß nicht so recht und krempelt die Ärmel hoch. Dann versucht er so heiser zu sprechen wie Schröder damals. Das ist Programm. Traurig.
Und dann wird mal wieder die Kamera draufgehalten. Das ist lustig. Meinungen sind gefragt in der Meinungsgesellschaft. Ob es um Unterwäsche geht oder Afghanistan-Einsatz. Aber zurück zur Rente: Ein Rentner in Berlin. Das kann ja nur schief gehen. Und es geht schief. Der sagt: Ich finde, alle sollten bluten, die Reichen, die Armen, wir sitzen doch alle in einem Boot.
Kein Thema, das nicht garniert wird mit 'Volkes Stimme', mit verblödeten, verfetteten Gestalten, die einkaufen und auf Einkaufsstraßen, von Kameras belagert, Meinungen absondern müssen.
Alle sollen bluten. Wir sitzen alle in einem Boot. Die Armen, die Reichen. Die mit Hartz IV und die Manager, die Immobilien-Besitzer, die Obdachlosen.
Das senden die Tagesthemen. Ohne Kommentar. Die Wahrheit ist, wenn wir ein bisschen Zeit hätten nachzudenken, was da gesagt wird, dann wüssten wir mehr. Der Rentner hat uns Vergesslichen gezeigt aus welcher Zeit er kommt und wo er die Sätze gelernt hat. Hitler meinte auch, alle sollten bluten und wir säßen alle in einem Boot, die Reichen, die Armen, die Arbeiter der Faust und die Arbeiter der Stirn, die Alten und die Jungen, zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl. Volksgemeinschaft hieß das damals. Danke lieber Rentner. Das konnten die Tagesthemen natürlich nicht wissen.
Aus einer Tütensuppe wird mit dem Aufdruck von Kochsendungs-Schuhbeck eine Gourmet-Suppe. Daraus hat die SPD gelernt.
Katharina Saalfrank ist Promi-Super-Nanny bei RTL. Eigentlich eine kompetente, nette, attraktive, eloquente, patente Frau, trotz RTL. Jetzt ist sie Aufdruck bei der SPD.
Als Promi, als RTL-Ikone, als Abziehbild für sozial, kompetent, attraktiv. Aber Tütensuppe bleibt Tütensuppe. Wir erfahren, sie ist schon lange in der SPD.Gut, das kann vorkommen, auch heute noch. Aber: Steinmeier, Scholz, die reden über ihr Volk hinweg wie über kleine Kinder, windelweich, interesselos, mal so, mal so, ohne feste Regeln, ohne klare Ansage, ohne Liebe. Und die Supernanny? Sie schweigt dazu. Auf einmal.
Von Rentnern lernen heißt siegen lernen: Alle in einem Boot. Die Ausgewogenheit, die Mitte, die Volksgemeinschaft. Ein bisschen Hilfe für die Banken, ein bisschen für die Kinder, ein bisschen für die Autos, ein bisschen für die Rentner. So gewinnt die SPD die Wahl. Und Steinmeier röhrt dazu. Und die Banken lachen, und die Armen ächzen.
Und die Tagesthemen holen sich dazu eine Meinung.
Gute Nacht.

Samstag, 11. Juli 2009

Kölner Lichter


Nachmittag: 'Kölner Lichter' und es regnet. Das wäre traurig. Die Kölner Lichter dürfen nicht ins Wasser fallen. Sie sind die einzigen Lichter der Kultur, die im Augenblick zu sehen sein werden, würden. Von Profis gezündet und nicht etwa schon in der Planungsphase versenkt.
À propos: Quander, geh nach Stuttgart, aber geh schnell. Und wenn sie Dich da auch nicht mehr wollen, geh trotzdem.

Raus aus dem Kölner Sumpf, zurück zu den Kölner Lichtern. Ich finde es sinnvoller, wenn ein paar Zehntausend Euro in den Abendhimmel geblasen werden, als wenn Millionen in der Bürokratie versickern, oder immer auf den selben Misthaufen geworfen werden, oder als Kostenfaktor wachsen oder in dunklen Kanälen ganz verschwinden oder sich auf einem digitalen Konto in Nullen und Einsen auflösen.

Lasst endlich ein Feuerwerk sehen, ein ganz reales, geplantes aber auch gemachtes, abgefeuertes, bezauberndes, gigantisches Feuerwerk vor den Spitzen des Domes in der Nacht am Kölner Himmel. Mit Filmmusik. Richtiges Theater, an dem wir uns eine halbe Stunde lang berauschen können.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Formel 1: Kein Kommentar


Formel 1: Menschen, die aussehen wie vermummte, bunte Zigarettenschachteln ohne Warnhinweis, rasen mit ihren Autos so lange im Kreis herum bis sie den Verstand verlieren, oder tot bleiben - aber das ist schon lange her, oder hirntot sind, was ein Dauerzustand zu sein scheint.
Insofern muss der Leiter einer solchen Renn-Veranstaltung eigentlich ein vegreister Idiot sein. Komisch, er ist einer.
Bernie Eclestone heißt er. Gerade hat er das letzte Gerangel überstanden: wegen ein paar Millionen wollten sich wichtige Spitzenmarken verabschieden und drohten einen eigenen Rennzirkus zu gründen - kaum ist das also vorbei, da ergibt sich schon die nächste Herausforderung. Er muss ein Interview geben.
Auf die provokanten Fragen notorischer Querulanten und Demokraten (Journalistenpack eben), antwortet Eclestone unter anderem: Nein, Hitler hätte auch Gutes geleistet, er habe führen - und Dinge erledigen können.
Ja, wissen wir. Krieg, Massenmord. Ach, bitte nicht das schon wieder. Das muss doch nicht immer wieder auf den Tisch kommen. Er hat doch die Autobahn gebaut. Und die Arbeitslosigkeit abgeschafft, und er hatte ein Herz für Kinder und Hunde und....
Ja, wissen wir. So denken sie, die vielen Gartenzwerge, Hundebesitzer, vergreisten Idioten und Autofahrer auch und Autobauer sowieso. Deswegen gibt es Abwrackprämien, Milliardenhilfen an genau die verfetteten Konzerne, die erst Panzer und dann die dicken Dreckschleudern gebaut haben. Solidarität ist also deutsche Pflicht.
Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass selbst auf Nachfrage von Journalisten, seitens Mercedes und BMW, zwei Spitzenmarken des Milliardenzirkus, nichts zu hören war. Aber auch gar nichts. Zu der Hitler-Lobeshymne hieß es: Kein Kommentar. Ja, haben wir geahnt. Was hätten die auch zu kommentieren. Böser Engländer? Ausländer? Zum Kotzen?
Wahrscheinlich wird irgendwann, aber nur wenn das Journalistenpack nicht aufhört zu fragen, gewartet, gelesen, recherchiert und verhandelt. Und nach ein paar Tagen, oder Wochen heißt es dann, das seien unglückliche Formulierungen gewesen.
Ein Procedere, wie es die Pius-Bruderschaft vorgemacht hat, die nach päpstlichem Flehen, man möge doch den Holocaust bitte nicht mehr länger leugnen, tatsächlich reagierte und vermelden ließ, man müsse noch einige Bücher lesen und dann zu einer Entscheidung kommen. Die Brüder sind übrigens auch immer noch dabei. Bei den Gartenzwergen, Autobauern, Neonazis und Stammtischen. Und in der katholischen Kirche.
Kein Kommentar. Doch: Zum Kotzen!

Mittwoch, 1. Juli 2009

aufgelöst



Gelandet. Und verabschiedet. Ein letztes Foto. Viele Papiere, Eintrittskarten, Bücher, Blöcke, Fetzen, Blätter von Geschriebenem, Gezeichnetem sind aufgehoben. In Mappen ruhen Theaterplakate, die an bewegte Zeiten erinnern. Collagen, Comix, blutig-bunt, Bilder, düster-kratzig. Das anschwellende schwarz-weiß, hat es eine Zukunft? Werden solche Bilder woanders aufgehängt? Auf dem Markt werden sie nicht gehandelt werden.
In den Müll gewandert sind unfreiwilliger- aber notwendigerweise: Kinderbücher, Mao Tse Tung, Stadt-Anzeiger, Kicker Spezial: Bundesliga 1993/94, Theaterprogramme, Presseerklärungen, Protokolle, Kritz-Kratz. Schön war die Zeit. Eins ist sicher: Die Zeichnung an der Wand, sie wird verloren gehen.

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Theaterleiter und Regisseur, Autor, Zeichner und Sänger.