Freitag, 16. Februar 2018

Deniz Yücel ist frei

Der in der Türkei gefangengehaltene Journalist Deniz Yücel ist frei. Erdogan, Führer der türkischen Terrormiliz AKP, lässt die Geisel nach über einem Jahr ziehen.
Endlich!

Die Geisel wurde vor über einem Jahr ohne Grund entführt und eingekerkert, jetzt ließ man den Journalisten ebenso plötzlich und ebenso ohne Grund wieder frei.

Das Großmaul,  der alle als Nazis beschimpft, schrie noch ein Versprechen in die Mikrophone: "Solange ich Präsident bin, kommt dieser Terrorist nicht frei". Und wieder eine Lüge.

Donnerstag, 15. Februar 2018

Kinder erschießen - normal

Amoklauf an einer amerikanischen Schule. 17 Tote, mehrere Schwerverletzte. Überrascht?

Wie wir wissen, ist das Töten in Amerika normal. Auch Kinder dürfen regelmäßig erschossen werden. Zum anschließenden Ritual gehört: Beten, Bitten um Verschärfung der Waffengesetze, dann der erneute Beweis, dass die Abgeordneten von der Waffenlobby bezahlt werden - und - die nächsten Schüsse auf Kinder.

Die Kinder laufen mit Waffen durch die Gegend und posten das auf Instagram. Keine Sorge. Normal.
Vielleicht tragen auch die Eltern Kappen, wie der Amokschütze, mit der Aufschrift "Make Amerika Great Again". Ganz ruhig. Alles normal.

Jagen, verspotten, vergewaltigen, um sich schießen. Trump ist ihr Präsident.
Eine seiner Tweets ließ aufhorchen: Das Problem seien die psychisch Kranken.
Er schließt einen Rücktritt trotzdem aus.

Nachtrag: Kinder und Waffen - die dritthäufigste Todesursache bei amerikanischen Kindern (Quelle: Newsweek)

Nachtrag: Die Schülerinnen und Schüler wollen nicht mehr nur beten und schweigen. Sie demonstrieren, protestieren, schreien ihre Wut heraus. Ein Mädchen, außer sich, sagt auf einer Kundgebung, das Problem seien eben nicht die psychisch Kranken, ein psychisch Kranker hätte mit einem Messer nicht so viele Menschen töten können. Die Überlebenden haben die Nase voll.
Hut ab vor den zornigen jungen Menschen, die nun eine große Demonstration in Washington planen.


Sonntag, 11. Februar 2018

SPD - vorläufig letzter Akt der Tragödie?

"Wann wir schreiten Seit' an Seit' und die alten Lieder singen"...  das singen die Genossinnen und Genossen immer noch, obwohl sie offenbar nicht verstehen, was "Seit' an Seit'" überhaupt bedeuten soll. Mir fällt eher das Lied von Aznavour ein: "Du gute alte SPD, wie siehst du aus, ach das tut weh..." Wir haben es hier mit der Partei zu tun, die mit ihrer etwas schlampigen Figur in der bundesdeutschen Küche sitzt und sich immer wieder über Ungerechtigkeit beschwert, während ihre Frau, Frau Merkel, die praktische Arbeit macht. Na ja, Ehe für alle, sie wissen schon. Frustrierend.

So sitzt sie, die SPD, da wo sie immer sitzt, in besagter Küche, murmelt immer wieder "Erneuerung", singt traurige Küchenlieder und pflegt Selbstgespräche.
Draußen sitzen die Jusos im Sandkasten, nehmen Drogen und singen Erneuerungslieder. Sie leiden unter Dauerpubertät, toben sich aus, treten gegen die Rutsche und verbrennen das GroKoDil.
"In die Fresse", lacht Andrea Nahles, wirft mit Sand und will Badewannenkapitänin des sinkenden Schiffchens SPD werden.

"Ab in die Küche. Die Leute brauchen was zu essen", sagte die Kindergärtnerin, Frau Steinmeier. Schnell wird im Rezeptbuch geblättert und jedes Rezept bürgerlicher Küche in den Koalitionsvertrag eingebaut, das auch schon 2009 oder 2013 dort gestanden hat, ohne dass daraus jemals eine Suppe, geschweige denn ein Kuchen geworden wäre.

Egal. Die gute alte SPD - wird gebraucht. Bätschi.
Und was passiert in der Küche? Es wird gekocht. Hoffentlich dürfen wir die Rezepte auch in Zukunft noch selber schreiben und den Kochvorgang einigermaßen kontrollieren und werden nicht gezwungen nur noch Google- und Facebook-Fertiggerichte zu fressen. Darum sollten die Köche etwas von der Sache verstehen. Wir sind gespannt.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Der Marsch hat begonnen

Nun sind sie schon Ausschussvorsitzende im Parlament. Die Herren mit der Nazi-Sprache.
Nicht irgendwelche, sondern exponierte Vertreter der Rechtsnationalen. Sie raunen von 'Umvolkung' und 'Neuer Weltordnung' - und wenn in Dresden der Mob brüllt "Merkel muss weg", drängt sich der Herr Abgeordnete vor eine Kamera und drückt sich gewählter aus: "diese Dirne der Fremdmächte" führe durch Nicht-Widerstand zum Bürgerkrieg.

"Eine Schande für Deutschland", sagt er noch und meint alle anderen außer sich selbst.
Der neue Vorsitzende des Tourismus-Ausschusses ist schon verurteilt wegen Beihilfe zu schwerer Körperverletzung.

Und natürlich werden die neuen Würdenträger von einer skandalgeilen Journaille  belagert, dürfen in deren Mikrophone bellen, alle bösen Zitate seinen aus dem Zusammenhang gerissen und sitzen am Abend wieder bei Sandra Will in der Talk-Show.

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Theaterleiter und Regisseur, Autor, Zeichner und Sänger.