Donnerstag, 15. Februar 2018

Kinder erschießen - normal

Amoklauf an einer amerikanischen Schule. 17 Tote, mehrere Schwerverletzte. Überrascht?

Wie wir wissen, ist das Töten in Amerika normal. Auch Kinder dürfen regelmäßig erschossen werden. Zum anschließenden Ritual gehört: Beten, Bitten um Verschärfung der Waffengesetze, dann der erneute Beweis, dass die Abgeordneten von der Waffenlobby bezahlt werden - und - die nächsten Schüsse auf Kinder.

Die Kinder laufen mit Waffen durch die Gegend und posten das auf Instagram. Keine Sorge. Normal.
Vielleicht tragen auch die Eltern Kappen, wie der Amokschütze, mit der Aufschrift "Make Amerika Great Again". Ganz ruhig. Alles normal.

Jagen, verspotten, vergewaltigen, um sich schießen. Trump ist ihr Präsident.
Eine seiner Tweets ließ aufhorchen: Das Problem seien die psychisch Kranken.
Er schließt einen Rücktritt trotzdem aus.

Nachtrag: Kinder und Waffen - die dritthäufigste Todesursache bei amerikanischen Kindern (Quelle: Newsweek)

Nachtrag: Die Schülerinnen und Schüler wollen nicht mehr nur beten und schweigen. Sie demonstrieren, protestieren, schreien ihre Wut heraus. Ein Mädchen, außer sich, sagt auf einer Kundgebung, das Problem seien eben nicht die psychisch Kranken, ein psychisch Kranker hätte mit einem Messer nicht so viele Menschen töten können. Die Überlebenden haben die Nase voll.
Hut ab vor den zornigen jungen Menschen, die nun eine große Demonstration in Washington planen.


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Theaterleiter und Regisseur, Autor, Zeichner und Sänger.